Leistungen
Laborabzüge-Prüfung in Hamburg
Fachgerechte Prüfung Ihrer Laborabzüge gemäß DIN EN 14175 und TRGS 526 durch qualifizierte unabhängige Prüfbetriebe und Sachkundige in Hamburg.
Laborabzüge sind zentrale Sicherheitseinrichtungen in jedem Labor. Sie schützen das Laborpersonal vor gefährlichen Dämpfen, Gasen und Partikeln. Die regelmäßige Prüfung der Abzüge ist nicht nur gesetzlich vorgeschrieben, sondern essenziell für die Sicherheit Ihrer Mitarbeiter und die Qualität Ihrer Arbeitsergebnisse.
Was beinhaltet die Laborabzüge-Prüfung?
Die Prüfung umfasst mehrere aufeinander abgestimmte Untersuchungen und Kontrollen, die durch einen anerkannten Sachkundigen durchgeführt werden müssen:
1. Volumenstrommessung
Die Messung des Abluftvolumenstroms ist der Kernbestandteil jeder Prüfung. Mit kalibrierten Messgeräten wird die tatsächliche Abluftmenge ermittelt und mit den Sollwerten verglichen. Die DIN EN 14175 gibt klare Vorgaben für die erforderlichen Volumenströme in Abhängigkeit von der Nennbreite und der Arbeitsöffnung des Abzugs. Abweichungen können auf verstopfte Filter, defekte Ventilatoren oder Probleme in der Abluftanlage hindeuten.
2. Sichtprüfung des Gehäuses und der Komponenten
Der Sachkundige untersucht den Abzug visuell auf Beschädigungen, Korrosion, Risse oder Verformungen. Besonders die Frontscheibe, die Scheibenführung, Dichtungen und der Innenraum werden genau inspiziert. Auch die Medienversorgung – Wasser, Gas, Druckluft – sowie die Beleuchtung werden in die Prüfung einbezogen.
3. Funktionskontrolle der Strömungsüberwachung
Die Strömungsüberwachung alarmiert optisch und akustisch, wenn der Abluftstrom unter einen kritischen Wert fällt. Bei der Prüfung wird die Funktion dieses Alarmsystems gezielt getestet. Ein defekter Strömungswächter bedeutet, dass das Laborpersonal nicht rechtzeitig vor einem gefährlichen Abfall der Absaugleistung gewarnt wird.
4. Messung der Abluftgeschwindigkeit
Die Einströmgeschwindigkeit in der Arbeitsöffnung muss den normativen Anforderungen entsprechen. Je nach Abzugstyp und Arbeitsöffnung sind Werte zwischen 0,4 und 0,6 m/s üblich. Zu geringe Werte gefährden den Personenschutz, zu hohe Werte können Turbulenzen erzeugen und die Schutzwirkung ebenfalls beeinträchtigen.
5. Prüfprotokoll und Dokumentation
Jede Prüfung wird in einem detaillierten Prüfprotokoll dokumentiert. Dieses enthält alle Messwerte, Bewertungen, festgestellte Mängel und Empfehlungen. Das Protokoll ist für interne Audits, Behördenkontrollen und Versicherungen von zentraler Bedeutung.
Gesetzliche Grundlagen
Die Prüfpflicht ergibt sich aus mehreren Regelwerken: Die DGUV Vorschrift 3 fordert die regelmäßige Prüfung von Arbeitsmitteln. Die TRGS 526 konkretisiert dies für Laboratorien und schreibt die jährliche Prüfung von Laborabzügen vor. Die DIN EN 14175 legt die technischen Anforderungen an die Abzüge selbst sowie die Prüfmethoden fest.
Prüfintervalle
Die DGUV und die TRGS 526 sehen grundsätzlich eine jährliche Prüfung vor. In besonders kritischen Bereichen oder bei Auffälligkeiten können kürzere Intervalle sinnvoll sein. Nach jeder Reparatur, nach Umbauten an der Raumlufttechnik oder nach einer Änderung der Nutzungsart ist eine außerordentliche Prüfung erforderlich.
Laborarten und Abzugstypen
Standard-Laborabzüge
Die häufigste Bauform in Chemie- und Biologielaboren. Geprüft werden Volumenstrom, Scheibenfunktion und Strömungsüberwachung nach DIN EN 14175-3.
Digestorien/Aufschlussabzüge
Spezielle Abzüge für Säureaufschlüsse und Arbeiten mit besonders aggressiven Chemikalien. Erfordern gesonderte Prüfung und oft häufigere Inspektionen.
Wäge- und Pulverabzüge
Abzüge zum Einwiegen von Pulvern und Stäuben. Besondere Anforderungen an die Strömungsführung und die Filtertechnik.
Abzüge für radioaktive Stoffe
Spezialabzüge mit zusätzlichen Sicherheitsanforderungen und spezieller Filtertechnik. Prüfung nach gesonderten Vorschriften.
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